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Umschulung zum/zur
Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Inhaltsverzeichnis

Aufbereiten, fertigen, kontrollieren – Verfahrensmechaniker*innen stellen Bauteile, Baugruppen und Halbzeuge aus Rohmaterial her. Der Beruf teilt sich in unterschiedliche Fachrichtungen auf. Im Bereich der polymeren Werkstoffe steht die Verarbeitung von Kunststoff und Kautschuk im Vordergrund. Durch Spritzgießen, Duropressen und andere Fertigungsverfahren entstehen einzelne Komponenten, Rohrleitungen oder Behälter für technische Systeme. Ein Tätigkeitsfeld, das ebenso anspruchsvoll wie facettenreich ist.

Sie möchten im technisch-handwerklichen Bereich durchstarten? Dann lohnt sich ein Blick auf die Umschulung zur Verfahrensmechanikerin beziehungsweise zum Verfahrensmechaniker. Nutzen Sie Ihr technisches Verständnis und Ihr handwerkliches Geschick für Ihre Karriere. Welche Themenschwerpunkte im Rahmen der Umschulung auf Sie zukommen, erfahren Sie im Folgenden. Darüber hinaus gehen wir auf das zu erwartende Gehalt und die Zukunftsaussichten nach erfolgreichem Abschluss ein. Nicht zuletzt geben wir Ihnen Tipps zur Beantragung einer finanziellen Förderung für Ihre berufliche Neuorientierung.

Inhalte der Umschulung zum/zur Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Mit unserem Bildungsangebot verfolgen wir das Ziel, Sie optimal auf Ihren späteren beruflichen Alltag vorzubereiten. Aus diesem Grund besteht die Umschulung zum/zur Verfahrensmechaniker*in aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Beide Unterrichtsformen greifen harmonisch ineinander, sodass Sie Ihr erlerntes Wissen ausgiebig testen können. In Bezug auf die inhaltliche Ausgestaltung richten wir uns nach dem offiziellen Ausbildungsrahmenplan.

Folgende Fachinhalte werden vermittelt:

In den ersten Monaten der Umschulung eignen Sie sich grundlegendes Wissen an. Später erfolgt die Spezialisierung auf polymere Werkstoffe. Im Rahmen der Bildungsmaßnahme erlernen Sie sämtliche Fähigkeiten, die ein*e Verfahrensmechaniker*in benötigt.

Nach der Umschulung können Sie:

Als Fachkraft mit Spezialkenntnissen zählen die Kunststoff- und Kautschukindustrie sowie die Composite-Branche zu Ihren Einsatzgebieten. Doch auch in vielen anderen produzierenden Sektoren können Sie Ihr Know-how unter Beweis stellen. Beispiele sind der Boots- und Yachtbau, der Windkraftanlagenbau und die Flugzeugindustrie.

Wie hoch ist das Gehalt und wie sind die Zukunftsaussichten?

Es gibt viele Faktoren, die Ihr Gehalt nach dem Abschluss der Umschulung beeinflussen. Hierzu zählen die Branche und die Größe des Unternehmens, in dem Sie angestellt sind. Zudem gibt es regionale Unterschiede bei der Vergütung. Verfahrensmechaniker*innen verdienen durchschnittlich 26.400 Euro bis 37.200 Euro brutto pro Jahr. Bedenken Sie, dass auch Ihre Vorkenntnisse in dem Bereich eine Rolle spielen. Eine themenverwandte Erstausbildung und/oder umfangreiche Berufserfahrung sind eine gute Basis, um ein höheres Einstiegsgehalt auszuhandeln.

Um ein Mangel an Jobangeboten müssen Sie sich als ausgebildete Fachkraft nicht sorgen. Neben Metall gehören Kunststoff und Kautschuk zu den wichtigsten Werkstoffen in der Industrie. In vielen Bereichen sind sie für einen reibungslos funktionierenden Produktionsprozess unverzichtbar. Ihre vorteilhaften Eigenschaften entfalten sie jedoch nur, wenn sie präzise hergestellt, fachkundig installiert und gewissenhaft gewartet werden. Hierfür sind die Unternehmen auf Fachpersonal wie Sie angewiesen. Mit dieser Umschulung steigen Sie in einen zukunftssicheren und stark nachgefragten Beruf ein.

Teilnahmevoraussetzungen

Verfahrensmechanikerin beziehungsweise Verfahrensmechaniker ist eine Umschulung, für die es keine rechtlichen Zugangsvoraussetzungen gibt. Für die erfolgreiche Teilnahme sind Grundkenntnisse in Mathematik, Physik und Technik erforderlich, sodass mindestens ein guter Hauptschulabschluss vorhanden sein sollte. Bei dieser Bildungsmaßnahme handelt es sich um eine berufliche Neuorientierung. Das Angebot richtet sich vorzugsweise an Personen mit einer ersten Ausbildung, einem ersten Studium oder mehrjähriger Berufserfahrung.

Vorkenntnisse in den Bereichen Technik oder Handwerk sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Als Teilnehmer*in sollten Sie die passenden Stärken und Interessen mitbringen. Dies erleichtert Ihnen, die Umschulung erfolgreich abzuschließen.

Diese Eigenschaften sind relevant:

Durch den rasanten technischen Wandel steigen die Ansprüche an Bauteile, Werkstücke und Fertigungsverfahren kontinuierlich. Sie sollten bereit sein, Ihr Wissen stetig aufzufrischen und zu erweitern. In manchen Betrieben findet die Arbeit in mehrköpfigen Teams statt. Im Idealfall bringen Sie entsprechende Soft Skills wie Kommunikations- und Teamfähigkeit mit.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Die Umschulung zur Verfahrensmechanikerin/zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik ist zu 100 % förderfähig. Das bedeutet, dass Sie finanzielle Unterstützung in Form eines Bildungsgutscheins in Anspruch nehmen können. Wenn Sie ALG II beziehen und die bestehende Arbeitslosigkeit mithilfe der Umschulung beenden möchten, ist das Jobcenter der richtige Ansprechpartner. Dient die berufliche Neuausrichtung der Abwendung einer drohenden Arbeitslosigkeit, ist die Agentur für Arbeit zuständig.

Beachten Sie diese Tipps bei der Beantragung des Bildungsgutscheins:

Wichtig: Einen Rechtsanspruch auf Kostenübernahme seitens der Agentur für Arbeit/des Jobcenters haben Sie nicht. Die Entscheidung liegt im Ermessen Ihrer Sachbearbeiterin beziehungsweise Ihres Sachbearbeiters. Da Verfahrensmechaniker*innen dringend benötigte Fachkräfte sind, stehen die Chancen für eine Bewilligung gut.
Sie möchten mehr über mögliche Förderungsmöglichkeiten erfahren, dann finden Sie hier alle wesentlichen Infos für eine Förderung durch das Arbeitsamt und hier alle wichtigen Infos für eine Förderungen durch die Rentenversicherung bei Krankheit.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Abschließend geben wir Ihnen den wichtigsten Tipp für Ihre berufliche Neuausrichtung: Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Lesen Sie sich den Ausbildungsrahmenplan der Verfahrensmechanik gründlich durch und überlegen Sie, ob Sie die nötigen Charaktereigenschaften mitbringen. Machen Sie sich auch mit ähnlichen Umschulungsberufen vertraut, die möglicherweise besser zu Ihrer Person passen.

Beispiele sind:

Auch in diesen Bereichen treffen Technik, Handwerk und Elektronik aufeinander. Der Unterschied zur Verfahrensmechanikerin/zum Verfahrensmechaniker liegt im Schwerpunkt. In der Zerspanungsmechanik steht nicht die Fertigung, sondern die Bearbeitung von Werkstoffen im Vordergrund. Als Industriemechaniker*in sind die Fertigungsmaschinen selbst Ihr hauptsächliches Einsatzgebiet.

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