Umschulung zum/zur
Elektroanlagenmonteur/in

Inhaltsverzeichnis

Da Sie direkt an Stromkreisen arbeiten, sind die 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik Ihr ständiger Begleiter, um Unfälle zu vermeiden.

Was Sie mitbringen sollten

  • Ein gutes Verständnis für Mathematik und Physik (um z. B. Kabelquerschnitte oder Leistungen zu berechnen).
  • Handwerkliches Geschick und Sorgfalt (Kabelsalat ist hier nicht erlaubt!).
  • Keine Angst vor Farben (Farbkodierung von Leitungen ist essenziell).
  1. Ausbildungsjahr
    Grundbildung: Werkstoffbearbeitung, einfache elektrische Schaltungen, Unfallverhütung.
  1. Ausbildungsjahr
    Fachbildung: Montage von Baugruppen, Verdrahtung von Steuerungen, Mess- und Prüftechnik.
  1. Ausbildungsjahr
    Vertiefung: Inbetriebnahmen, Fehlersuche, Dokumentation und Übergabe von Anlagen an Kunden.

Inhalte der Umschulung zum/zur Elektroanlagenmonteur/in

Die in unserem Bildungszentrum vermittelten Lerninhalte richten sich nach dem Ausbildungsrahmenplan. Sie teilen sich in theoretischen und praktischen Unterricht auf. Elektronikerin beziehungsweise Elektroniker für Betriebstechnik ist eine Umschulung, die aus dem Ausbildungsberuf Elektroinstallateur*in hervorging. Diese wurde verfeinert und in unterschiedliche Fachgebiete aufgeteilt. Zu Beginn erhalten Sie eine Einführung in grundlegendes Wissen. Im Verlauf der Umschulung erfolgt die Spezialisierung auf das Gebiet der Betriebstechnik.

Die Lerninhalte umfassen unter anderem:

Theoretische Grundlagen

Praktische Ausbildungsinhalte

Die einzelnen Module sind darauf ausgerichtet, Sie optimal auf Ihren späteren Berufsalltag vorzubereiten. Sie werden in der Lage sein, alle Aufgaben eines/einer Elektroanlagenmonteurs/Elektroanlagenmonteurin fachkundig und präzise auszuführen.

Nach der Umschulung können Sie:

Eine Anstellung finden Sie in jedem Unternehmen, das elektronische Systeme und Anlagen nutzt. Dies trifft auf den gesamten produzierenden Sektor und insbesondere auf den Maschinenbau, die Elektroindustrie und die Automobilindustrie zu. Doch auch in der Dienstleistungsbranche sind Sie als Elektroniker*in für Betriebstechnik eine wertvolle Fachkraft.

Wie hoch ist das Gehalt und wie sind die Zukunftsaussichten?

Ihr Gehalt nach erfolgreich absolvierter Umschulung als Elektroniker*in für Betriebstechnik hängt von Ihrem Einsatzgebiet ab. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt beträgt rund 2.500 Euro brutto pro Monat. Durch Seminare und vertiefende Weiterbildungen können Sie dies zusätzlich steigern. Entsprechend groß ist die Gehaltsspanne. Sie liegt zwischen 30.000 Euro und 41.500 Euro brutto jährlich.

Nach der Umschulung sind Sie eine Spezialkraft mit Schlüsselfunktion. Unternehmen verschiedener Branchen sind stets auf der Suche nach ausgebildeten Elektroniker*innen. Eine hohe Nachfrage, die seit vielen Jahren kontinuierlich ansteigt. Grund ist die zunehmende Automatisierung der Industrie. Elektrische Betriebs-, Verfahrens- und Produktionsanlagen haben sich zu einem wichtigen Erfolgsfaktor entwickelt – und somit auch Fachkräfte wie Sie, die diese Anlagen betreuen.

Teilnahmevoraussetzungen

Für die Teilnahme an der Umschulung zur/zum Elektronikerin/Elektroniker für Betriebstechnik ist mindestens ein Hauptschulabschluss erforderlich. Da sie der beruflichen Neuorientierung dient, gehört zudem eine erste Ausbildung oder mehrjährige Berufstätigkeit zu den Teilnahmevoraussetzungen. In bestimmten Fällen ist der Zugang auch ohne diese Bedingungen möglich. In einem unverbindlichen Gespräch beraten wir Sie gerne zu Ihrem individuellen Fall.

Neben diesen bürokratischen Voraussetzungen sollten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die erforderlichen Stärken und Interessen mitbringen. Bei einer Umschulung im Bereich Elektronik umfasst dies ein ausgeprägtes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick.

Zudem sind die folgenden Eigenschaften relevant:

Neben der Planung, Installation und Reparatur elektronischer Anlagen beinhaltet Ihr Aufgabengebiet auch die Einweisung des Kunden in die Bedienung. Kommunikative Fähigkeiten und Freude am Umgang mit Menschen gehören daher auch zu den persönlichen Stärken, die Sie mitbringen sollten.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Umschulungen richten sich an Personen, die bereits über eine erste Ausbildung, ein Studium oder mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Aus diesem Grund ist der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im mittleren bis fortgeschrittenen Alter. Eine Lebensphase mit einer Vielzahl an finanziellen Verpflichtungen. Die Kosten für die berufliche Neuausrichtung stellen eine zusätzliche Belastung dar. Die gute Nachricht: Die Umschulung zum/zur Elektroanlagenmonteurin ist zu 100 % förderfähig.

Um finanzielle Unterstützung während der Umschulung zu erhalten, muss diese eine Arbeitslosigkeit beenden oder verhindern. Ist dies der Fall, stehen die Chancen auf einen positiven Entscheid seitens der Agentur für Arbeit beziehungsweise des Jobcenters gut. Die Förderung erhalten Sie in Form eines Bildungsgutscheins.

Tipps für die Beantragung des Bildungsgutscheins:

Die Agentur für Arbeit fördert Umschulungsberufe, die Ihren Lebensunterhalt langfristig sichern. Als Elektroniker*in für Betriebstechnik sind Sie eine stark nachgefragte Fachkraft. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Antrag auf Kostenübernahme bewilligt wird. Wichtig: Bei dieser Förderungsmaßnahme handelt es sich um eine Ermessensleistung ohne Rechtsanspruch. Die Sachbearbeiterin beziehungsweise der Sachbearbeiter trifft eine Einzelfallentscheidung.
Sie möchten mehr über mögliche Förderungsmöglichkeiten. Hier finden Sie wesentliche Infos für eine Förderung durch das Arbeitsamt und hier alle wichtigen Infos für eine Förderungen durch die Rentenversicherung bei Krankheit.

Welche Alternativen gibt es zum/zur Umschulung zum Elektroanlagenmonteur/in?

Vor der endgültigen Entscheidung ist es wichtig, die eigenen Stärken und Interessengebiete mit den Anforderungen des Umschulungsberufs abzugleichen. Stimmen diese nicht überein, können Sie Ihren Traum von der beruflichen Neuorientierung im Elektronikbereich dennoch verwirklichen. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich mit Alternativen vertraut zu machen.

Hierzu zählen:

Diese Umschulungsberufe charakterisieren sich ebenfalls durch eine Mischung aus Technik, IT und Handwerk. Von der Umschulung zur Elektronikerin beziehungsweise zum Elektroniker für Betriebstechnik unterscheiden sie sich durch ihren Schwerpunkt. Dieser liegt in der Mechatronik auf digitalen Steuerungssystemen und im Bereich der Industriemechanik auf der Planung, Installation und Wartung von Produktionsmaschinen.